Wir sind ein junges Kammerorchester und zeichnen uns durch lebendiges Musizieren auf höchstem professionellem Niveau aus. Mit unseren Konzerten begeistern wir sowohl Expert:innen der historisch-informierten Aufführungspraxis, wie auch Zuhörer:innen, die noch nicht zum Stammpublikum von Barockkonzerten gehören.
Wir sind in der Ostschweiz beheimatet und treten hauptsächlich im Appenzellerland und im Kanton St. Gallen auf. Wir Musiker:innen haben uns während unseres Studiums auf Alte Musik und historische Musikpraxis spezialisiert und sind ausgewiesene Expert:innen für die Repertoires des Barock und der Renaissance. Bei unseren Konzerten möchten wir die Freude an der Musik und am virtuosen Instrumentalspiel x mit Ihnen als Publikum teilen.
Im Programm stehen mal bekannte "Hits" von Bach, Händel oder Vivaldi und mal unbekanntere Trouvaillen.
Annekdoten und Hintergrundinformationen sorgen in unseren Konzerten für Abwechslung und schaffen Zugang zu früheren Zeiten. So sind unsere Konzerte sowohl für Fachleute als auch für Musikliebhaber:innen ein Genuss.
Photos Copyright bei Philipp Sturzenegger
Ausblick 2025/2026
Nach den erfolgreichen Konzerten im Frühling 2024 setzt SäntisBarock auch im nächsten Jahr die Zusammenarbeit mit der aussergewöhnlichen Sopranistin, Alice Duport-Percier, fort. In französischen Liedern aus der Barockzeit lässt sie ganz verschiedene Stimmungen aufkommen und fügt virtuose Verzierungen brillant in die grossen musikalischen Gesten ein. Es handelt sich um ein Repertoire, das heute nur äusserst selten zur Aufführung kommen. Die Namen der Komponist:innen Bénigne de Bacilly, Jean-Baptiste Bousset, Nicolas Renier u.a.m. sind darum nur «Insidern?» ein Begriff.
Die Werke stehen in der Tradition der sogenannten «Airs de Cour», die auf die Académie de Poésie et de Musique zurückgeht: Poeten und Komponisten hatten alte Texte gelesen, die von der wundersamen Wirkung der Musik erzählten: David, der im Alten Testament König Saul besänftigen konnte, Orpheus, der die wilden Tiere zämte und selbst den Gott der Unterwelt umstimmen konnte oder oder Amphion, der es schaffte, dass ihm die Steine folgten. «Wie war es möglich, dass Musik eine solche Kraft ausübt?», fragten sie sich. Sie suchten nach dem Ursprung der musikalischen Sprache und entliehen Melodien aus der Volksmusik. Sie vertonten ihre Gedichte nach den Regeln der antiken griechischen Dichtkunst. Da die volkstümlichen Meldien vom Aufbau her schlicht waren, entstand eine komplexe Kunst mit vielen Regeln, die besagen, wie man die Lieder mit Verzierungen verschönern solle und dabei die Form und Struktur der Gedichte hervorheben könne. Diese Verzierungskunst ist nur spärlich dokumentiert, denn die Verzierungen wurden meist improvisiert. SäntisBarock hat ein Konzertprogramm zusammengestellt, das diese kaum je gespielten Stücke für Gesang und Instrumente aufleben lässt.
Um diesen Spagat zwischen archaischen Volksmusikklängen und barocker Verzierungskunst für das heutige Publikum besser erlebbar zu machen, organisiert SäntisBarock auch mehrere Konzerte in Kooperation mit Jodelformationen. Die Naturjodel-Melodien mit ihrer langen ungebrochenen Tradition gehen unter die Haut und passen unserer Meinung nach besonders gut in ein Konzertprogramm, das nach urtümlichen Klängen sucht.
In diesen Kombinationskonzerten von Barockmusik und Jodelgeang führen die beiden Formationen auch Stücke auf, die sich zwischen den beiden Repertoires bewegen. Wir arbeiten hierfür mit den Komponisten Noldi Alder aus Urnäsch und Ruedi Roth aus Hemberg zusammen, die für ihren innovativen Umgang mit der hiesigen Volksmusik-Tradition bekannt sind. Unsere Kombinationskonzerte sollen ein vielseitiges Publikum ansprechen und aufzeigen, dass klassische Musik - auch wenn sie an Musikhochschulen gelehrt wird - vielen Menschen einen Zugang bietet. Ebenso kann man mit den reichhaltigen und vielseitig gelebten Volksmusiktradtionen im Appenzellerland und im Toggenburg viele Klassikhörer:innen für Volksmusik begeistern, die dem Schweizer Brauchtum eher kritisch gegenüberstehen. Mit der Uraufführung von neuen Auftragskompositionen möchten wir zudem das aktuelle, innovative musikalische Schaffen von Komponist:innen fördern und dazu beitragen, dass musikalisches Material aus verschiedenen Quellen gemeinsam weiterentwickelt wird. Denn unabhängig vom Genre treibt die Komponist:innen, wie wir aus den alten französischen Quellen wissen, seit jeher das Anliegen um, Menschen mit besonderer Musik in Bann zu ziehen.
Konzerte mit dem Barockmusikprogramm
Sonntag, 11. Mai 2025, 17:00 in Küsnacht ZH
Gewölbekeller
Alice Duport-Percier und SäntisBarock
Eintritt frei - Kollekte
Sonntag, 25. Januar 2026, 17:00 im Konzertzyklus Uzwil
Alice Duport-Percier und SäntisBarock
Eintritt frei - Kollekte
Konzerte mit dem Volksmusikprogramm
Samstag, 10. Mai 2025, 20:00 in der kath. Kirche Muttenz
Alice Duport-Percier, SäntisBarock, Jodelformation Chilbiklang und Jodlerklub Muttenz
Eintritt frei - Kollekte
Samstag, 24. Mai 2025, in der ref. Kirche Heiden AR
Alice Duport-Percier, SäntisBarock und Jodelformation Bismärklis
weitere Infos auf Heiden Festival
Sonntag, 25. Mai 2025, um 19:30 in der evang. Kirche Hemberg
Alice Duport-Percier, SäntisBarock und Jodelformation Chilbiklang
weitere Infos auf Konzerte auf dem Hemberg
Eintritt frei - Kollekte
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Die Gründung eines neuen Orchesters beginnt mit einer Vision. Die Umsetzung dieser Vision ist mit hunderten von Stunden ehrenamtlicher Arbeit verbunden. Es ist die Vorfreude auf das gemeinsame Musizieren und die Konzerte, welche die Motivation von der Vision bis zur Konzertaufführung aufrecht erhält. Die Barockmusik ist unsere Passion - und sie ist auch unser Beruf. Konzerte sind also nicht nur unsere Leidenschaft, sondern wir verdienen mit den Auftritten unser täglich Brot. Wir freuen uns sehr, wenn Sie als Fan unseres Orchesters diese Arbeit mit dem Kauf unserer Fanartikeln unterstützen. Die Produkte des Fan-Shop stammen aus lokaler und nachhaltiger Produktion. Fragen zu den Fan-Artikeln? e-Mail
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Künstlerische Leitung
Die Blockflötistin Madeleine Imbeck ist künstlerische Leiterin des Kammerorchesters SäntisBarock. Sie hat sich während ihres Musikstudiums an der Schola Cantorum Basiliensis auf die Interpretiation von Renaissance- und Barockmusik und die Forschung mit Quellen aus dem 15. bis 18. Jh. spezialisiert.
Gegründet 1933 ist die
Schola Cantorum Basiliensis
heute das älteste und vermutlich das umfassendste Ausbildungs- und Forschungsinstitut für
Alte Musik und Historische Musikpraxis.
Für die Schola Cantorum Basiliensis sind Alte Musik und Historische Aufführungspraxis
das besondere Verstehen und Aufführen von Musik der Vergangenheit unter Berücksichtigung der historischen Kontexte.
Madeleine Imbeck hat an der
Schola Cantorum Basiliensis
ein Masterstudium mit der Vertiefung in Renaissance- und Barockrepertoire absolviert.
Vom Collegium Musicum St. Gallen und vom Kammerensemble Farandole wurde sie mehrfach als Solistin eingeladen.
Nach Abschluss des Studiums begann sie die Ausbildung zur Blockflötenbauerin bei Ernst Meyer und seinem Sohn Joel Meyer. Seit 2015 wohnt sie in der Ostschweiz. Zusammen mit Joel Meyer stellt sie im Neckertal im Kanton St. Gallen erstklassige Blockflöten in der Werkstatt Meyerrecorders her für Solistinnen und Solisten aus aller Welt.
Neben dem Blockflötenbauen spielt sie Konzerte in verschiedenen Kammermusikformationen. Mit innovativen Ideen und besonderen Konzertprogrammen versucht sie, die Schnittstellen zwischen Alter Musik und Volksmusik auszuloten. Sie ist überzeugt, dass Klassik-Welt und Volksmusik-Szene viel voneinander profitieren können.
Freundeskreis
Wer unsere Projekte unterstützen möchte, darf gerne als Freund:in oder Gönner:in das Kammerorchester SäntisBarock mit einem finanziellen Beitrag unterstützen. Freund:innen und Gönner:innen werden auf Wunsch hin in Konzertprogrammen und auf der Webseite öffentlich erwähnt. Gönner:innen unterstützen das Orchester mit einem jährlichen Beitrag von mindestens CHF 100.-. Alle übrigen finanziellen Unterstützer*innen fallen in die Kategorie der Freund:innen.
Für Ihre Unterstützung danken wir herzlich!
Verein Kammerorchester SäntisBarock
9107 Urnäsch AR
Raiffeisenbank Appenzell
Konto IBAN: CH31 8080 8004 2207 6074 0
Vergangene Konzerte
Sonntag, 16. Februar 2025
Hotel Säntis, Schwägalp
Festival Musique am Berg
Sonntag, 16. Februar 2025
ref. Kirche Stein AR
Freitag, 3. Mai 2024
ref. Kirche Trogen AR
Samstag, 4. Mai 2024
ref. Kirche Hemberg SG
Sonntag, 30. April 2023
Dorfkirche St. Arbogast Muttenz BL
Samstag, 29. April 2023
ref. Kirche Hemberg
Samstag, 29. April 2023
Stadtkirche Aarau
Freitag, 28. April 2023
ref. Kirche Trogen AR
Samstag, 17. Oktober 2020
Waldkirch, Kirche St. Blasius
Samstag, 10. Oktober 2020
Hemberg, evang.-ref. Kirche